Kommissionierung optimieren: 7 Tipps für schnelleres Picken
Die Kommissionierung – also das Zusammenstellen der Waren für einen Auftrag – ist in den meisten Lägern der zeitaufwändigste Prozess. Wer hier schneller und fehlerfreier wird, spart bares Geld und liefert zufriedener. Hier sind 7 praxiserprobte Tipps, mit denen auch kleine Betriebe ihre Kommissionierung optimieren.
1. Wege verkürzen: nach Lagerplatz sortieren
Der größte Zeitfresser beim Picken sind die Laufwege. Sortiere die Pickliste nicht nach Auftragsreihenfolge, sondern nach Lagerplatz – so läuft der Mitarbeiter das Lager einmal systematisch ab, statt kreuz und quer. Eine gute Software macht das automatisch.
2. Mehrere Aufträge gleichzeitig picken (Batch-Picking)
Statt jeden Auftrag einzeln durchs Lager zu tragen, fasst du beim Batch-Picking mehrere Aufträge zu einem Rundgang zusammen. Ein Artikel, der in fünf Aufträgen vorkommt, wird nur einmal angelaufen – die Menge verteilt sich anschließend automatisch auf die Aufträge. Das reduziert Wege drastisch.
3. Pickfehler mit Pflicht-Scan verhindern
Der teuerste Fehler ist der falsche Artikel im Paket – er kostet Retoure, Nachlieferung und Vertrauen. Ein Pflicht-Scan zwingt den Mitarbeiter, jeden Artikel per Barcode zu bestätigen. Stimmt der Scan nicht, gibt es ein Signal. So landet nur das Richtige in der Kiste.
4. Mengen-Check gegen Über- und Unter-Pick
Ein gutes System prüft beim Buchen automatisch: Ist genug Bestand da? Wird nicht mehr entnommen als der Auftrag verlangt? So werden Fehlmengen und Über-Entnahmen sofort abgefangen, statt sie später mühsam zu suchen.
5. Freihändig arbeiten mit Pick-by-Voice
Wenn beide Hände für die Ware gebraucht werden, hilft Pick-by-Voice: Die App sagt an, zu welchem Lagerplatz der Mitarbeiter gehen soll und wie viele Stück er entnimmt. Das spart Blicke aufs Display und beschleunigt den Ablauf.
6. Echtzeit-Bestand statt Excel
Wenn der Bestand erst abends aktualisiert wird, picken deine Leute nach veralteten Zahlen. Ein Echtzeit-Bestand – jeder Scan aktualisiert sofort – verhindert, dass ein Auftrag gestartet wird, für den die Ware gar nicht mehr da ist.
7. Kein teures Equipment: Smartphone statt Handscanner
Für all das brauchst du keine Spezialhardware. Ein modernes Smartphone übernimmt Scannen, Pickliste, Mengeneingabe und Sprachansage in einer App. Das senkt die Einstiegshürde – gerade für kleine und mittlere Läger.
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Was bringt Batch-Picking konkret?
Beim Batch-Picking werden mehrere Aufträge in einem Rundgang zusammengefasst. Artikel, die in mehreren Aufträgen vorkommen, werden nur einmal angelaufen – das spart Laufwege und damit Zeit, besonders bei vielen kleinen Aufträgen.
Wie verhindere ich Pickfehler?
Am wirksamsten ist der Pflicht-Scan: Jeder Artikel muss per Barcode bestätigt werden. Zusätzlich hilft ein Mengen-Check, der Über- und Unter-Entnahmen abfängt.
Lohnt sich das auch für kleine Läger?
Ja. Gerade kleine Betriebe profitieren, weil sie mit vorhandenen Smartphones starten können – ohne teure Handscanner oder ein IT-Projekt.
Wie schnell ist so etwas eingeführt?
Oft an einem Tag: Artikel per Excel importieren, Logins anlegen, Etiketten drucken – fertig.